Was lange währt wird im Dezember gut

[SE Gevelsberg 2 – BG Hagen 50-36 (24-20)] Es war einige Male knapp in dieser Saison, aber im ersten Saisonspiel im Dezember hat es endlich mit dem ersten Sieg auf dem Spielfeld geklappt.

Mit vollem Kader konnten die Sportfreundinnen gegen die Gäste aus Hagen antreten. Nachdem sehr guten Auftritt mit kleinem Kader im letzten Auswärtsspiel gegen Bochum hatten das Trainerduo Christian Gröger und Yannick Schreyer ein paar neue Erkenntnisse gewonnen, die es in diesem Spiel umzusetzen galt.

Der Start war sehr erfolgreich. Ein Dreier von Nanja Schreyer eröffnete das Spiel und nach vier Minuten stand es 6-0. Doch was gut begonnen hatte schlief zur Hälfte des Viertels dann etwas ein. Die Defensive erlaubte ein paar einfache Körbe und in der Offensive fehlte komplett das Wurfglück. Entsprechend knapp ging es mit 10-9 in das zweite Viertel.

Nach der kurzen Pause und dem Hinweis, wieder mutiger zu spielen, übernahmen die Sportfreundinnen im zweiten Viertel die Kontrolle über das Spiel. In der Offensive konnten vier verschiedene Spielerinnen punkten und die Defensive ließ in den ersten sieben Minuten nur 3 gegnerische Punkte zu. So hieß es 20-12 mit drei Minuten bis zur Pause. So ganz konnte das Niveau dann nicht mehr gehalten werden, aber dennoch ging es mit einer Führung in die Pause. Einige leichte, nicht gemachte Korbleger hielten das Spiel spannend, aber dennoch war man auf Gevelsberger Seite zuversichtlich für die zweite Halbzeit.

Doch leider wurde diese Zuversicht durch einen größeren Schreckmoment gebrochen. Früh im dritten Viertel verdrehte sich Luca Michelsen das Knie und musste einige Minuten behandelt werden, bevor das Spiel fortgesetzt werden konnte. Trotz aller Versuche der Aufmunterung war die Verunsicherung den Gevelsberger Spielerinnen deutlich anzumerken. In der Offensive funktionierte gar nichts mehr und auch die Abstimmung in der Verteidigung passte nicht mehr. Dadurch bekamen die Gäste immer mehr Aufwind und übernahmen bis zum Ende des Viertels tatsächlich zum ersten Mal in diesem Spiel die Führung (28-31).

Die Ansage zum Schlussviertel war klar. Schock abschütteln und für die verletzte Mannschaftskollegin das Spiel gewinnen. Und tatsächlich gingen die Sportfreundinnen mit dieser Einstellung auf das Feld. 8 schnelle Punkte stellten wieder eine fünf Punkte Führung her. Die beste Spielerin der Gäste hatte man inzwischen gut im Griff, wodurch den Hagenerinnen in der Offensive nicht mehr viel gelang. Durch den großen Druck in der Defensive konnten die Hausherrinnen immer wieder zu leichten Punkten kommen und das Viertel am Ende mit 22-5 für sich entscheiden.

Ein am Ende sehr erfreuliches Ergebnis und ein mehr als verdienter Sieg, der leider durch die Verletzung von Luca Michelsen einen kleinen Wehrmutstropfen beinhaltet. Aber es besteht Hoffnung, dass die Verletzung nicht allzu schlimm ist. Gerade in der Offensive konnten sich dieses Mal viele Spieler auf die Anzeigetafel bringen und so zum nur kurz gefährdeten Sieg beitragen.

Es spielten:

#22 Betzing 15/1-5, #24 Beljasova 10/0-2, #5 Schreyer 9/1, #11 Bunse 6/2-2, #8 F. Weis 6, #9 Gallinnis 2, #27 Michelsen 2, #6 Klosa, #7 Truß, #10 Cartier, #13 Knittel, #15 Voß

Freiwürfe: 3-9 (33%)

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